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Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten

Gepostet von Jocky um 16:39



Gestern war der 50. Jahrestag des Mauerbaus, einem unrühmlichen Beispiel der deutschen Geschichte, die die Trennung von Ost und West zementiert. Nicht nur von Deutschland, sondern auch des ganzen Ostblocks vom westlichen Teil der Welt. Ein beispielloses Zeugnis des menschenverachtenden Regimes. Es ist schon bezeichnend, wenn die Partei „Die Linke“ das Ganze nicht eindeutig verdammen kann.

Beim ZDF gibt es einen gut gemachten Film über die Geschichte des Mauer (und des eisernen Vorhanges) und über die vielen Fluchtversuche. Illustriert mit aufwendigen 3d Animationen und einige Szenen nachgestellt.

Ich bin ja in Naila aufgewachsen, der Todesstreifen war nur wenige Kilometer von uns entfernt. Bei Hölle (so heißt der Ort wirklich) gab es eine Straße, die direkt am Todesstreifen vorbeiführte. Stacheldrahtzäune, Wachtürme, bellende Schäferhunde. Ab Minute 26:45 wird die wohl spektakulärste Flucht beschrieben, die weltweit für Aufsehen sorgte, und die oberhalb von meinem Heimatort endete. Zwei Familien flüchteten im selbstgebastelten Heißluftballon. Eine höchst gefährliche Aktion.

Wie heikel die Sache war, sah man als sie den Ballon wenige Tage später erneut aufbliesen. Alle freien Straßen und Grünflächen vor unserm Haus waren zugeparkt, obwohl der Schauplatz in einer Entfernung stattfand. Als der Ballon schon senkrecht in der Luft stand, riß eine Naht entlang der ganzen Höhe. Nicht auszudenken, wenn das in der Luft passiert wäre…
Es gab ein eigenes Buch vom Stern, das die Geschichte dieser Flucht aufzeichnete und einen Hollywoodfilm mit dem gleichen Titel: „Mit dem Wind nach Westen„. Allerdings komplett in den USA gedreht.
Diese Webseite gibt auch etwas Aufschluss darüber.

Durch Gottes Gnade ist diese Mauer gefallen. In besonderer Weise denken wir an all die Länder, die noch geteilt sind. Durch Gottes Gnade werden auch diese fallen!

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3 Antworten

  1. angeblich weiß man ja bei solchen Ereignissen auch Jahre später noch, was man da getan hat und mit wem man wo war.
    Aber beim Mauerfall klafft ein großes Loch bei mir.
    Ich glaub, das hab ich nicht mitgekriegt, weil es überhaupt nicht wichtig war für mich.
    Wir waren soo weit von der Grenze weg (nach Holland wars ZB viel näher – ohne jegliche Grenzbefestigung), wir hatten keine Verwandten „drüben“ und auch sonst.
    Für mich war die DDR weiter weg als der Mars.

    Im Schulatlas waren übrigens auch ungefähr 20 Seiten voll USA mit Details und Hastenichgesehn und eine für die Sowjetunion.
    Soviel zum Thema neutrale Bildung…

  2. Elisa sagt:

    Elisa singt fröhlich das Lied zum Mauerfall – von: Theo Lehmann (???), bin mir da aber nicht so sicher

    „Eine Welt brach zusammen wie ein holes Kartenhaus. Und ein Stein kam ins Rollen, machte nirgends halt. Eine Mauer fiehl, die für immer schien und keiner kanns verstehn, wie es geschah.

    Ref.: Alle Ehre sei unserem Gott allein, Ehre und Dank sei dem, der dies Wunder getan! Gott ist größer, Gott ist stärker, niemand kann ihm wiederstehn!

    Eine Zeit ist vorüber, eine Knechtschaft ist vorbei, ein Gefängnis geöffnet – schöner als ein Traum. Doch was jetzt noch fehlt, was noch kommen wird: die Welt wird Gottes Heil in Jesus sehn. “

    *lalalalalalaaaaaaa*

    Finds auch so wunderbar, dass es die Mauer nicht mehr gibt und dass ich in Bayern arbeiten darf und wir wieder frei überall hin reisen dürfen, v.a. nach Israel!!! 😀 DANKE JESUS

  3. Lutz sagt:

    Das Lied „Eine welt brach zusammen“ stammt von Hartmut Nitsch.
    Gott tat dieses Wunder des Mauerfalls.

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