Archiv für die Kategorie ‘Bücher’

Die Kreuzträgerin – wunderbare christliche Dystopie

Gepostet von Jocky um 16:18

Die Kreuzträgerin
Vor einiger Zeit hatte ich die Möglichkeit ein Rezensionsexemplar in die Hände zu bekommen. Ich bin wirklich sehr dankbar, dass ich dieses Buch lesen durfte. Der mir bis dahin unbekannte Fontis Verlag entpuppte sich als der neuaufgelegte allseits bekannte Brunnen Basel Verlag. Über die Autorin Lydia Schwarz war nichts im Internet zu finden. Inzwischen kann man einiges über die charmante Schriftstellerin finden. Das möchte ich euch hier nicht vorenthalten:
Lydia Schwarz Interview beim Fontis Verlag
Interview auf dem Goldkindchen Blog
Radiobeitrag ERF
Facebookseite zum Buch (hier sind auch Zeitungsartikel über die Autorin)

Jetzt aber endlich zu meiner Rezension:

Erwartung
Als ich das Erstlingswerk von Lydia Schwarz „Die Kreuzträgerin“ (Fontis, 2015) in den Händen hielt, erinnerte mich das Cover sofort an das Filmplakat von „Underworld“, der Inhalt an „Die Tribute von Panem“. Konnte diese christliche Dystopie Dystopie, also eine düstere fiktive Zukunftsschau, mit ihren weltlichen Mitstreitern mithalten?

Inhalt
Die-KreuzträgerinAlles beginnt mit einem Zettel mit einem Kreuz, den ein beinloser Bettler der 20 jährigen Anna Tanner zusteckt und sie auffordert, sich auf die Suche nach Wahrheit zu machen, weil ihr Leben davon abhinge. Als die junge Frau beginnt, das Geheimnis des Kreuzzeichens zu lüften, das ihr völlig unbekannt ist, ahnt sie nicht in was für ein gefährliches Abenteuer sie dabei geraten ist…
Je mehr ich in Annas Welt eintauche, desto mehr entdeckte ich die für uns so fremde Gesellschaft im Europa des 22. Jahrhunderts. Ich war zunächst fasziniert von dem scheinbar so perfekten Reich: Kein Krieg, keine Arbeitslosigkeit und Krankheit. Alle Türen öffnen sich mit einem elektronischen Daumenscan, mit der Datenbrille Goggles kann man sich ins Internet einwählen, persönliche Daten herunterladen und telefonieren. Doch halt, die ersten Dinge kommen mir suspekt und merkwürdig vor.

Einige der Ideale dieses (nicht näher benannten) Landes wie die Selbstverwirklichungsstufen erlebe ich eher als einengend und als nicht erstrebenswert. Schnell wird mir klar, dass dies der totale Überwachungsstaat ist – nur ist dies den Bewohnern noch nicht einmal bewusst!

Als Anna herausfindet, dass das Kreuz das Zeichen des Christentums ist, merkt sie dass ihr ganz bewusst Daten vorenthalten werden, sogar dass ihr großer Widerstand entgegengebracht wird. Sie findet heraus, dass die Christen im Untergrund leben müssen und sogar verfolgt und hingerichtet werden. Je mehr sie erforscht, sogar den Christen begegnet und sie unterstützt, desto mehr gerät sie unter Beobachtung des Staates und wird schließlich verhaftet und verhört. (mehr …)

Herrliche Geschichten vom gefährlichen Königreich

Gepostet von Jocky um 01:43


Heute möchte ich über ein wirklich empfehlenswertes Buch schreiben. Der Sammelband „Geschichten aus dem gefährlichen Königreich“ von J.R.R. Tolkien enthält etliche kürzere Geschichten und Gedichte, die zwar schon längst bekannt waren, aber nun zusammen veröffentlicht wurden. Das besondere an diesem herrlichen Buch ist, das es von meinem Lieblingstolkienkünstler Alan Lee illustriert ist. Nicht nur das Cover, sondern auch jede einzelne Episode hat eine eigene Bleistiftzeichnung. Allein deswegen würde sich schon eine Anschaffung lohnen.

Einzelne Werke kannte ich schon von anderen Veröffentlichungen, andere waren mir vollkommen neu (Roverandom, Schmidt aus Grozholzingen), obwohl ich wusste, dass es die Geschichten gibt. Die Gedichtesammlung, die unter dem Namen Die Abenteuer des Tom Bombadil bereits veröffentlicht wurden, hatte ich sogar schon als kleines Bändchen. Außer dem genialen „Kommt erst der Winter wieder her“ kann ich mit der Lyrik nichts anfangen. Ich komm einfach in das Versmaß nicht rein (sieht vielleicht im englischen Original anders aus). Durch die Gedichte habe ich mich eher durchgequält.

Der Rest ist aber pures Lesevergnügen. Hier wird wieder einmal deutlich, was für ein begnadeter Schreiber Tolkien war. Er versteht es mit großem Charme einfache Geschichten zu erzählen, die dann aber einen großen Zauber entfalten. (mehr …)

Comics: Coole Graphic Novel „Pjöngjang“

Gepostet von Jocky um 02:02


Heute möchte ich euch ein ganz besonderes Buch vorstellen: die Graphic Novel (Comicroman) „Pjöngjang“ von Guy Delisle.

Es ist nicht nur deshalb besonders, weil es komplett in Schwarz/ weiß gehalten ist und so eine Atmosphäre von Bleistiftzeichnungen hat, auch nicht weil Strich und Erzählweise einen ganz besonderen Charme haben oder deshalb, weil sich dahinter eine wahre Geschichte verbindet.

Nein, sondern weil es von einem Land handelt, über das hierzulande kaum einer etwas weiß. Das ist auch nicht weiter verwunderlich, denn es handelt sich um eine Geschichte aus Nordkorea. (mehr …)

Der glückliche Fürbitter

Gepostet von Jocky um 23:55


Heute will ich euch mal ein Buch vorstellen, das mich ziemlich begeistert hat: Der glückliche Fürbitter von Beni Johnson. Ich beschäftige mich ja schon sehr lange mit dem Thema Gebet, da gibt es nicht mehr viel Neues herauszufinden. Umso erfreulicher, dass es in diesem erfrischenden Werk ein paar wirklich neue Anregungen gab!

Gleich am Anfang schreibt sie, dass sie gar nicht begeistert war, als über jemand prophezeit hat, dass sie ne Fürbitterin wäre. Das wollte sie auf gar keinen Fall werden, denn die Beter die sie kannte, waren sehr griesgrämige Leute. Ich dachte mir dabei, zum Glück bin ich nicht so, mir macht Beten Spaß.

Als ich aber weiterlas, merkte ich dass ich das Thema an einigen Stellen doch sehr Ernst nahm, es als Bürde sah, unter gewissen Gebetslasten stöhnte. Was ist wenn ich ein Thema nicht genug durchgebetet habe? Wenn ich nicht bete, dann passieren schlimme Sachen…

Das Erfrischende an diesem Buch ist, dass es Beni schafft dem Leser zu vermitteln, dass Beten wirklich eine Freude sein kann. Sie führt einige Fallen auf, in die wir als Beter tappen können. Zeigt aber eine wunderbare Perspektive auf, wie es anders sein kann.

Sie lädt uns dazu ein, unser Gebet vom dritten Himmel aus zu gestalten. Also aus der Perspektive Gottes. Wenn wir beten, dürfen wir aus dem Sieg Jesu heraus agieren. Er hat bereits überwunden, sich der Probleme angenommen, will uns seinen Blick der Dinge geben. Oft genug bleiben wir im zweiten Himmel hängen, wo uns der Teufel all die schlimmen Dinge zeigt und wir brechen unter der Last der Probleme fast zusammen. Einige Christen erleben es beim Beten, dass sie regelrecht mit einem Thema schwanger gehen, es zur Geburt bringen. Mir ist das auch sehr bekannt, habe es schon öfter erlebt. Aber Beni brachte ne neue Sicht hinein, dass Gott auch zeigen will, wann es gut ist. Es ist gut, die Dinge immer wieder an Gott abzugeben.

Es macht einfach Spaß dieses Buch zu lesen, sie bringt frischen Wind in das Thema hinein, illustriert sehr lebhaft mit etlichen praktischen Beispielen. Sie erzählt einige Episoden, wie sie Leute aus ihrer Gebetsschule mit auf Einsätze genommen hat. Eine Teilnehmerin erzählt begeistert, als sie in einem buddhistischen Tempel beteten: „Ich sehe überall die Dämonen. Aber das Beten ist total einfach!“

Fazit: Sehr empfehlenswertes Buch, was ich Anfängern und alten Hasen wärmstens Empfehlen kann!

Wer es noch nicht mitbekommen hat: Beni ist die Frau des berühmten Pastors der Bethel Church in Redding, California. Sie hat auch eine wirklich coole Webseite.
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