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Schöner Dreißigster in der Nähe von Dresden

Gepostet von Jocky um 01:01




Vergangenes Wochenende bin ich spontan nach Bretnig (nahe Dresden) gefahren. Ein ehemaliger Mitbewohner wurde 30 und hat seine alten Mitbewohner spontan dazu eingeladen.  Es kam zwar ein Prediger nach München, auf den ich mich schon gefreut hatte, aber es war ne prima Gelegenheit mit alten Mitbewohnern mal wieder zusammen zu kommen, die Eltern von Micha zu sehen und vor allem Dresden näher kennen zu lernen. Hier war ich schon paar mal gewesen, hatte aber nie Zeit die Stadt wirklich kennen zu lernen. Und da es ne Stadtführung geben sollte, war das die Gelegenheit. Und wie oft wird man schon Dreißig?

Micha hatte einige Freunde eingeladen, vormittags beim Brunch war die ganze Verwandtschaft eingeladen. So war das fast wie das Nachtreffen der Hochzeit, da eh die Hälfte der Gäste da war.

Ich finde das schon besonders, wenn jemand seine ganze Verwandschaft zur Geburtstagsfeier einlädt. Da wäre ich nie drauf gekommen. Die wohnen vielleicht alle auch viel zu weit weg.
Es war nett, es sich richtig gut gehen zu lassen und nett mit den Leuten zu plaudern.

Sehen sie nicht wie die Orgelpfeifen aus?



Nach dem ausgiebigen Essen hielt Micha noch eine kleine Ansprache, wo er die einzelnen Gäste vorstellte und jeweils etwas Nettes sagte, was er mit den Leuten verbindet. Er hat einfach eine unglaublich gewinnende Art, die sein Gegenüber stets erhebt!


Als wir dann mit der Stadtführung begannen fing es dann leider zu regnen an, so dass der Spaß etwas getrübt wurde. Aber größtenteils war es relativ trocken. Schon cool zu sehen, was sich in den letzten Jahren alles verändert hat in Dresden. Lange Zeit wurde nichts gebaut, alles blieb nahezu unverändert seit der Bombardierung, in den letzten Jahren schossen nur so die Gebäude aus dem Boden. Moderne Gebäude mit altertümlicher Stadt. Das berühmteste Gebäude ist wohl die Frauenkirche, die durch viele Spendengelder finanziert wurde. Wirklich schöne Gebäude.
Dass die Familie Köhler vor dieser Weinhandlung posieren musste, war ja klar!

Solche kostümierten Mannschkerl standen überall (viel Spaß im Regen!)



Spaßbilder^^
Dieses “Streifenbild” stellt die Geschichte Sachsens dar, jedes Grüppchen verbildlicht einen Abschnitt der Geschichte mit für die Zeit typischen Gesten. Teilweise standen interessante Bibelsprüche unten drunter.


Es war zwar praktisch, dass der Innenhof des Schlosses überdacht war, weil es zu dieser Zeit mächtig geregnet hat. Aber ich kann die Leute verstehen, die es als Verschandelung des historischen Bauwerks betrachten würden. Ich fand es aber sehr cool darin, wenn wir auch nur durch gegangen sind. Interessant wie sie historische Sachen in das moderne Gebäude integriert haben. Am Rand des WCs im Keller standen einzelne uralte Mauerreste hervor. Cool!


Und ich sach noch: Gähnende Leute bitte aus dem Bild…

Schon ein imposantes Gebäude dieser Zwinger, das übrigens einzig allein für die Hochzeit des Sohnes eines Regenten gebaut wurde. Allerdings gingen die Feierlichkeiten auch über 2 Wochen. So eine Location als Austragungsort für meine Hochzeitsfeier ließe ich mir auch gefallen…

Ab hier waren wir dann wieder auf uns allein gestellt. Der Großteil der Verwandtschaft verabschiedete sich. Aber wir zogen noch etwas weiter durch Dresden. Unvorstellbar dass das Wasser bei der großen Flutwelle nur ein paar Meter unterhalb der Torbögen der Brücke hindurchgingen.

Witzigerweise traf ich hier unten als ich für das Bild vor dieser Gasse posierte, eine Teilnehmerin aus dem Seminar in Österreich Ende Juli 🙂

Erdinger Weißbier in Dresden^^. Ein Gruß aus dem Voralpenland!

Dieses Gässchen war sehr cool, hier gab es nette Restaurants und Cafés. Hier könnte ich es länger aushalten!


Nachdem wir während der Führung nicht die Möglichkeit hatten, das Innere der Frauenkirche zu sehen, beschlossen wir nun jetzt noch hineinzugehen. Es war ein riesiger Andrang und ein ständiges Gewusel. Kann schon verstehen, dass dies nicht als ein geistliches Zentrum anerkannt wird. Dieser ganze Touristenandran, die nur gaffen und keine Ahnung haben, wo sie sich befinden.

Also zur Ruhe findet man hier nicht. Nach kurzer Zeit wurden wir auch schon wieder hinaus geworfen, weil sie ein Konzert am Abend vorbereiten mussten. Außerdem ist das Ganze ziemlich kitschig. Aber das liegt wohl eher an der alten Vorlage. Die geschwungenen Emporen oben, haben mir aber schon gefallen.


Im Anschluß gingen wir noch in ein Café, um Kaffee und Kuchen zu genießen. Micha war froh, dass er das letzte Stück Schwatwälder Kirschtorte ergattern konnte.


Leider war es Abends immer noch nicht schön, so dass das Grillen ins Wasser fiel (als wir Freitag nach einem superheißen Tag ankamen, wurden wir mit einem wunderbaren Sternenhimmel belohnt, den man so in München nie zu Gesicht bekommt).

Dafür genossen wir im Wohnzimmer die Gemeinschaft bei einem reich gedeckten Tisch mit Hawai Toast und anderen Leckereien (einen wunderschönen Sonnenuntergang am Horizont). Micha machte sich dann irgendwann daran, die vielen Geschenke auszupacken (ein AmazonKindle war auch dabei, mit dem ich ja auch schon länger liebäugle).

Das wunderbare gemeinsame Wochenende endete mit einem Pizzaessen im Garten mit mittlerweile wieder strahlendem Sonnenschein. Eine Wespenfamilie hatten offenbar den gleichen Tisch reserviert, so kam es immer wieder zu ärgerlichen Zwischenfällen, die uns aber nicht die Laune verdarben.

Fotos: Jocky & Rebekka W.

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