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Israel Prophetenschule 2010



Letzte Woche war ich eine Woche in Israel auf der Prophetenschule der Taube mit Pierrot Fey. Es gibt einige Prophetien, die ich bezüglich Israel bekommen habe und so habe ich mich einfach mal aufgemacht, um zumindest mal das Land kennen zu lernen.

Irgendwie habe ich auch den Eindruck, dass das mit Arni Klein zusammenhängen könnte. Dummerweise war der genau in der Woche nicht dabei, in der ich da war. Jetzt wo ich auf der Freizeit war und das Ganze erlebt habe, wäre ich gerne noch länger geblieben. Der Rest der Gruppe fuhr nämlich für eine weitere Woche zum See Genezareth.

Die erste Woche verbrachten wir am Toten Meer in einem Örtchen namens Ein Bokek, der nur aus Hotels, Restaurants und Einkaufscentern bestand. Verrückt!). Wir waren im Hotel Tulip Inn untergebracht. Ein nettes Hotel, teilweise etwas schäbig (Rührei mit Eierschalen ;-)), aber ansonsten ganz okay. So einen Nobelschuppen hätte ich auch nicht gewollt. Ich war mit einem Franzosen aus dem Elsaß auf dem Zimmer, der gut Deutsch sprach.

Da ich niemanden kannte, war ich Anfangs etwas einsam. Ich nutzte aber die Zeit für lange Gebetsspaziergänge an der einzigen Straße entlang. Bald entdeckte ich auch schon meinen Gebetsturm, der über einer Ruine errichtet war.

Es gab Vormittags und Abends Gottesdienste. Ich hatte mir das Ganze etwas anders vorgestellt, deswegen hatte ich Anfangs Schwierigkeiten rein zu finden. Ich dachte dauernd, wann geht es denn endlich los? Ich war scharf drauf für Leute zu beten und zu prophezeien. Und benötigte selber dringend ein paar Ansagen von Gott, wie mein Leben weitergehen sollte. Alle Veranstaltungen liefen deutsch/ französisch ab. Die etwa 100 Teilnehmer kamen aus Deutschland, Frankreich, der Schweiz und Österreich.


Zunächst gab es sehr intensiven Lobpreis (hier kam ich mal wieder dazu, einige prophetische Bilder zu zeichnen, werde ich demnächst wohl hier veröffentlichen), dann kam Pierrot nach vorne und fing mit ein paar Worten der Erkenntnis an, betete mit uns für bestimmte Sachen oder wir sprachen gemeinsam eine Proklamation. Dann predigte er über ein Thema, das Gott ihm aufs Herz gelegt hatte.

Es ging unter anderem darum, nahe am Herzen Gottes zu sein. Unter Umständen ist ein großer Sünder näher an Gott dran, als ein „kleiner“ der meint, sein Leben im Griff zu haben. Sehr intensiv war die Predigt über den Kontrollgeist, den wir irgendwie alle haben. Jeder will in einem vorbestimmten Rahmen bleiben, keiner mag da ausbrechen. Die andern sollen was Neues machen, aber ich mache es nicht zuerst…


Besonders wurde mein Geist davon angesprochen als es darum ging, dass Dinge auf großer Ebene passieren können. Immer wieder plagen wir uns damit, Leuten zu helfen und haben dabei nur mäßig Erfolg. Das ist unser Trainingsfeld. Aber es gibt eine Ebene höher, wo territoriale Mächte gebunden werden und ganze Nationen auf einen Schlag zu Jesus finden. Es ging darum, was es bedeutet, ein Prophet für Nationen zu sein. Das ist genau mein Ding!

An anderer Stelle ging es darum, ob ich Wissen vermittle, oder ob ich eine Offenbarung von Gott empfange habe und das weitergebe. Das kann aber bedeuten, dass es auf eine Weise passiert, die unsere schöne deutsche Ordnung sprengt und den Rahmen unserer Bequemlichkeitszone 🙂

Nach den Predigten gab es wieder Lobpreis und Gelegenheit persönlich mit Gebet vor Gott zu kommen und darauf zu reagieren. In diesen Zeiten ist mir Gott sehr intensiv begegnet. Da war soviel Annahme und Liebe, wie ich sie selten gespürt habe. Gott hat sich bei mir bedankt, wie ich ihm diene. Kann ich nicht richtig in Worte fassen.


Beim letzten Gottesdienst gab es nach der Predigt eine sehr heftige Zeit, wo im Geist einiges abgegangen ist, da wurde im geistlichen Raum einiges bewegt.

Nachmittags wurden diverse Ausflüge angeboten, wo ich aber dummerweise nicht mitbekommen habe, wo die hingingen. Nebenbei war es mir auch zu heiß und ich war teilweise auch sehr müde (scheinbar gibt es einen Stoff in der Luft, aus dem Valium hergestellt wird, der einen auch noch müde macht, aber nebenbei auch macht, dass man sich gut entspannen kann. Hmmmm). Masada, was ganz in der Nähe war, hätte ich mir schon gerne angesehen.

Stattdessen verbrachte ich ich oft die Zeit, um zu schlafen, im hauseigenen Pool zu schwimmen, im Toten Meer zu baden oder mit Leuten abzuhängen, die ich inzwischen kennen gelernt hatte (jeden Tag Sonnenschein, teilweise 36° waren ein willkommener Kontrast (vor allem als Briefträger) zu den eisigen Temperaturen und Schneemassen in München). Es gab echt einige, da hat man sich nur wenige Sätze unterhalten (zum Beispiel bei den Mahlzeiten) und sofort war ich eins mit denen im Geist, man war auf einer Wellenlänge, hat sich verstanden.


An einigen Tagen gab es die Möglichkeit mit der ganzen Truppe, einige Gebetsspaziergänge zu machen. Am ersten nahm ich nicht Teil. Da ging es nämlich in der größten Hitze auf den ca. 400m hohen Hausberg.


Aber an der Wanderung auf einer Straße ins Tote Meer hinein nahm ich Teil. Das war wunderschön, denn man hatte eine wunderbare Aussicht auf das Örtchen, die Straße selbst bestand teilweise aus bizarren Salzformationen und wir erlebten, wie die Sonne hinter den Bergen unterging. Ich hatte gute Gespräche, eine tolle Lobpreis- und Gebetszeit.


Am letzten Tag ging es in einen Wadi, ein ausgetrocknetes Flussbett, das bei Hochwasser richtig viel Wasser tragen kann. War richtig abenteuerlich, denn teilweise musste man ziemlich um das Rinnsal herumklettern (oder hätte eben Schuhe anhaben müssen, mit denen man durch das Wasser hätte gehen können. Da ich aber meine Schuhe für den Rückflug und das kalte Deutschland trocken brauchte, ging das nicht).

Oben gab es dann ein tieferes Becken, in dem man auch baden hätte können. Das war mir dann aber doch zu doof, da es jetzt auch nicht sooo groß war. Letztes Jahr wurden hier Leute drin getauft (yeah!). Auch hier beteten und sangen wir. Einer erzählte, dass er einen Juden dabei gesehen habe, der ganz ehrfürchtig dagestanden war.

Am Mittwoch machten wir einen ganztägigen Ausflug nach Jerusalem. Wir kamen auf dem Ölberg an, bekamen eine kleine Einführung in die Geschichte der Stadt.


Liefen dann weiter zu dem Ort, wo Jesus über Jerusalem geweint haben soll. Dort lasen wir auch die passenden Bibelstellen dazu.


Dann ging es weiter in den Garten Gethsemane (man beachte das Schild, wo extra drauf hingewiesen wird, dass Waffen verboten sind). Der war viel kleiner als ich ihn mir vorgestellt hatte. Leider hatten wir immer nicht viel Zeit und es ging sofort weiter.

Es ging die Via Dolorosa entlang, dort wo Jesus das Kreuz nach Golgatha getragen hat. Irgendwann teilten wir dann die Gruppe auf, weil es viel zu chaotisch war, so eine große Gruppe zusammen zu halten.

Es war schon krass, das Flair dieser Stadt mitzubekommen, in den so unterschiedliche Kulturen und Religionen zusammenprallen. Jerusalem hat schon eine besondere Stimmung. Leider war nicht wirklich Zeit, sich auf die einzelnen Sachen einzulassen.

Überall Leute mit Pistolen und Maschinenpistolen, besondere Sicherheitskontrollen. Diverse T-Shirts geben auch tiefe Aufschlüsse…


Mit einer kleineren Gruppe gingen wir dann zur Klagemauer, sahen den Juden beim Beten zu. Auch hier war nicht wirklich Zeit zu beten. Sonst hätte ich hier auch gleich mal losgelegt, um zu beten. Wir schlenderten durch die Gässchen und den Basar.


Schließlich ließen wir uns im österreichischen Hospiz nieder, wo es einen leckeren Apfelstrudel geben sollte. Es dauerte zwar ewig, bis man in der Schlange dran kam und in einer weiteren Schlange seine Bestellung bekam. Aber in dem Garten war es gemütlich und hier konnte man wunderbar ausspannen. Ich muss hier einfach nochmal herkommen, um mir die Sachen in Ruhe anzuschauen.


Direkt am Swimming Pool des Hotels gab es eine Bar im Stile eines Beduinenzelts, mit Sitzpolstern. Hier konnte man „zu Tisch liegen“, wie es in der Bibel immer wieder heißt. Sehr gemütlich. Mit einigen Leuten war ich hier öfter, um sich zu unterhalten und einen zu trinken 🙂 Gab sehr tolle Gespräche…

Am letzten Abend ging ich mit ein paar Leuten in ein Restaurant zum Essen. An sich war das sehr cool, gab aber auch einige Momente, die sehr schräg waren.

Die Woche ging viel zu schnell rum, habe einige nette Leute kennen gelernt, mit denen ich auf jeden Fall Kontakt halten will. Einer arbeitet sogar in München, da kann man sich ja vielleicht sogar öfter mal treffen. Bin mal gespannt wie ich die Reise langfristig im Rückblick beurteile. Bis jetzt kann ich noch nicht sehen, dass sich irgendwas von den Prophetien erfüllt hätte, die ich bezüglich Israel bekommen habe. Aber wer weiß, wer weiß. Wird wohl nicht meine letzte Reise dorthin gewesen sein.

Feststeht dass ich gerne viel mehr für Leute gebetet und prophezeit hätte. Immerhin war das vereinzelt möglich.


Als wir in Frankfurt ankamen, waren überall massenweise Feldbetten aufgebaut. Keine Ahnung, ob das mit dem Streik der Piloten zu tun hat, der wohl am nächsten Tag beginnen sollte.

Ich übernachtete wieder bei meinen Freunden in Frankfurt. Schon auf der Herfahrt war ich einen Tag früher gekommen und reiste jetzt erst am nächsten Tag ab. War toll die Kids wieder zu sehen, mich mit den Freunden zu unterhalten. War dann kurz bevor ich in meinen Zug sprang noch mit im Gottesdienst in Hanau. Hat mir sehr gut gefallen da, sehr prophetischer Lobpreis mit krasser Salbung und äußerst inspirierende Predigt.

0 Kommentare

  1. ohhhh da ist es ja schön, und die Bäume gefallen mir auch sehr gut. Hab ich noch gar nicht gesehn, schöne Fotos. Würde auch mal gern nach Israel fliegen, aber kann kein englisch.

  2. Man reist ja nie allein nach Israel. Irgendeiner in der Gruppe wird da bestimmt helfen können.

    Und die Reiseleiter, die man hat, sprechen meistens deutsch, wenn man mit einer deutschen Gruppe reist. Also nur Mut!

  3. schöner Bericht jocky … kann auch nur jeden empfehlen selbst mal nach israel zu reisen… es ist ein ganz sehr besonderes Land!!! Wir waren fei am 15.2.10 auf Massada (haben dort in der Jugendherberge übernachtet), mit einem Aufstieg vor Sonnenaufgang und anschließender intensiver Lobpreiszeit da oben, das war total beeindurckend…. jocky stimmts, baden im salzmeer fetzt voll, man fühlt sich wie ein korken und geht einfach nicht unter *grins*… danach sind wir zum See Genetzereth gefahren…
    in der 1. woche waren wir beim Arni… (wie du schon gesagt hast, ist er ja dann nach Deutschland geflogen)… jocky, aber das wird sicherlich nicht deine letzte israelreise gewesen sein, und dann kannst du ja das nächste mal zum arni fahren… das gästehaus und die ganze atmosphäre ist super spitzenklasse wunderschön dort.

    Shalom, achi (Bruder)

  4. @Elisa
    da waren wir ja fast zur selben Zeit in Israel. Masada war nur einen Katzensprung von uns entfernt.

    Im Toten Meer baden fand ich auch ganz nett. Muß man mal erlebt haben. Aber ansonsten schwimme ich schon ganz gerne richtig. Is schon ein spannendes Gefühl, das Salzwasser wie einen öligen Film um einen zu spüren.

    Vom Arni habe ich gar nichts mitbekommen. War mal auf seiner Webseite. Sah sehr cool aus dort.

    Ja, ich fahr bestimmt nochmal hin. Der Anbetungsaltar ist immer noch offen.

    @Liane
    wenn du niemanden weißt, der nach Israel fährt. Dann geh doch einfach auf eine Suchmaschine deiner Wahl und google nach "Israel Reisen Christlich".

    Je nachdem, was du dort halt willst und was dein Schwerpunkt sein soll. Studienreise und möglichst viel sehen oder geistliche Eindrücke gewinnen.

    Oder du schaust bei den christlichen Werken nach, denen du nahestehst. Die meisten bieten irgendwie Reisen nach Israel an.

    Wenn man die Augen offen hält, stolpert man über mehr Reisen als einem lieb ist 😉 Zumindest meine Erfahrung.

  5. Hallo jocky und liane… ja dann wären wir ja schon zu dritt, die unbedingt nochmal nach Israel möchten 🙂
    Seid gesegnet!

  6. Hallo Jocky, das finde ich ja echt cool, dass ich heute "zufällig" über Deinen Reisebericht gestolpert bin!! Ich war nämlich auf dem zweiten Teil der Reise dabei, am See Genezareth. Schön, alle Deine Bilder zu sehen und Deinen Bericht zu lesen! Wir waren leider in der zweiten Woche nicht in Jerusalem – dafür durften wir aber Arni Klein an einem Nachmittag zu Besuch haben 🙂
    Und jetzt war ich auf der Suche, wann er Mal wieder in Deutschland ist – und fand dabei Deinen Bericht.
    Bin gespannt, was Gott alles noch tut – z.B. auch mit Dir und Israel.
    Bei uns war es auch so, dass ich erst niemanden kannte. Und bis zum Schluss, noch auf dem Weg zum Flughafen, gab es wie "zufällig" prophetische Worte, einfach so im "normalen" Gespräch. Also – für mich war es auch eine ganz besondere Reise.
    Viele liebe Grüße! Ute

  7. wir waren 12 junge Lobpreiser aus ganz Sachsen (Vogtland, Leipzig, Dresden), haben alles privat organisiert (Mitwagen, Unterkunft, usw.) und haben einfach ganz sehr Gottes großes JA über der Reise erlebt. Hatten eine super gute Gemeinschaft und ich bin jetzt direkt schon etwas wehleidig, weil unsere Gruppe mir so fehlt… haben aber auch viele gute familäre Begegnungen mit den Israelis gehabt und viel Anbetung und Zeit mit Gott und sein Land gesegnet… wie Ute schon gesagt hat, bin gespannt was Gott mit uns und Israel vorhat…

    Viele Segensgrüße, die Elisa 😀

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