Home » Allgemein, Jesus Freaks » Impressionen vom Willo 2012

Impressionen vom Willo 2012

Gepostet von Jocky um 15:23


Über das verlängerte Himmelfahrtswochenende war wieder mal das Familientreffen der Jesus Freaks. Es war das erste Mal seit Jahren, dass ich daran teilnehmen konnte. Damit war es auch mein erstes Mal in Borgentreich. Eine sehr spannende Erfahrung eine größere Veranstaltung auf dem Freakstockgelände zu haben, aber etliche Elemente dieses Events nicht zu haben. Das Wetter war sehr gemischt, so dass ich nicht wirklich wusste, was ich für Kleidung mitnehmen sollte. Ich war froh, meine Winterjacke dabei gehabt zu haben. Ein paar warme Socken wären auch noch gut gewesen. Trotzdem war es ein Fehler, dass ich die Sonnenmilch nicht mitgenommen habe. Das zeigt ganz gut die Vielfalt des Wetters: praller Sonnenschein, regnerisch und kalt. Vor allem in der Turbinenhalle war es trotz warmen Sonnenschein immer noch sehr kalt.

Das Konzept
Ich fand das Konzept des Wochenendes sehr genial: Einmal gab es keinen fixen Teilnehmerbeitrag (Solibeitrag). Jeder konnte geben, was er zahlen konnte bzw was es ihm Wert war. Sehr willkommen für mich, da es mit den Finanzen bei mir grad nicht so rosig aussieht. Dann sollte dieses Mal jeder mitarbeiten, keiner nur Besucher. So war ich Teil des Ministryteams. Es war sehr schön, dass dieses Team so groß war. Schön mit Leuten für die Veranstaltung und die Freaks zu beten. Wie ich das verstanden habe, war es das erste Mal seit Jahren, dass es so ein Gebetsteam gab. Von daher war das schonmal richtig cool, allerdings sehe ich da noch einiges Optimierungspotential. Was mich auch sehr begeistert hat, war die Bereitschaft aufeinander zuzugehen und voneinander zu lernen. Grade was die Umsetzung von prophetischen Worten im Gottesdiensten betrifft, ist da noch viel Potential. Es ist eine Sache ein prophetisches Wort weiter zu geben, eine andere Sache da rein zu gehen und Leuten Raum zu geben, dass sie auf das Wort reagieren können, um das zu empfangen was Gott in dem Moment für sie hat. Da bin ich sehr gespannt, was sich da in Zukunft bei den Freaks entwickelt. Und dann fand ich es sehr genial, dass es jeden Abend Abendmahl gab, was immer auf sehr unterschiedliche Weise angeboten wurde.

An einem Abend hat Gott mich da sehr berührt. Ich habe gespürt, wie eine Welle der Annahme von Gott über mich kam. Leider war da nicht die Ruhe da, um das auf mich wirken zu lassen, weil es im Saal sehr laut war. Es ist gut, dass die Freaks das Abendmahl vom hohen Sockel geholt haben und die Hemmschwelle es zu nehmen sehr niedrig ist (ich bin in der lutherischen Kirche lange nicht zum Abendmahl gegangen, weil ich Angst hatte was falsch zu machen). Aber die Freaks dürfen noch lernen, dass das Abendmahl eine heilige Sache ist und dass es unpassend ist, dass zu ner Laberrunde verkommen zu lassen. Ich glaube, dass Jesus hier noch mehr Leuten hätte begegnen wollen…

Freaklobpreis *schwärm
Es war sehr cool, da gewesen zu sein. Sehr schön mal wieder so richtig erdigen Freakslobpreis zu genießen. Bender und Mirko haben uns in die Anfangsjahre der Freaks geführt und einige Klassiker zum Besten gegeben, “Fire in the Hole” aus Remscheid überzeugten durch ihr spielerisches Können, schafften es aber auf geniale Weise uns in die Anbetung Gottes zu bringen. Hier habe ich die Salbung am stärksten gespürt. Die Band der Jesus Freaks Leipzig war auch sehr cool mit ihrer leidenschaftlichen  punkigen Musik. Von den Willos von früher kannte ich die Freaks so, dass eigentlich alle gestanden waren und leidenschaftlich im Lobpreis mitgegangen sind. Auch wenn es Differenzen und Schwierigkeiten gab, standen wir im Lobpreis doch wie ein Mann und haben voller Inbrunst Gott angebetet. Deswegen war ich anfangs etwas verwundert, dass alles so zahm in seinen Sesseln saß. Und ich dachte mir: “Wo sind meine Freaks?

Coole Ansagen und Predigten
Ich war positiv überrascht, dass Mirko einige sehr coole Ansagen machte. Er wies nämlich einmal (ziemlich am Anfang) darauf hin, dass die Freaks früher für die grad von mir beschriebene Art des Lobpreises bekannt waren und dass es eben schon einen Unterschied ausmacht, ob ich aufstehe und nicht. Das hat dann einige auch dazu animiert wirklich aufzustehen. Abends sagte er dann, dass es wichtig wäre Entscheidungen zu treffen und nicht so vor sich hinzuschlonzen. Von daher könne es ganz gut sein, in Gottesdienste von andern Gemeinden zu gehen, auch wenn mir der Stil nicht taugen würde. Aber wichtig wäre unter Gottes Wort zu sein und einen Ort zu haben, wo man auftanken könne. Anschließend machte er einen Aufruf, dass die Leute nach vorne kommen sollen, für die das gilt. So würden sie ihre Entscheidung öffentlich ausdrücken und könnten Gebet bekommen. Etliche folgten diesem Aufruf zu meiner großen Verwunderung. Wow!

In der Morgeneinheit am Samstag („In-Flight- Entertainment“) gaben einige Leute Zeugnis über das was sie über Gott in ihrem Leben gelernt haben. Auch hier gab Mirko einige coole Sachen weiter. Er sprach auch von der Vision, die immer wieder das Feuer am Laufen gehalten hat und dass es Leute gab, die das immer wieder angefacht haben. In einer Gebetszeit bat er Martin Dreyer und Florian Hoenisch, ihn zu unterstützen. Martin forderte die Leute heraus, ob sie wieder das Feuer haben wollen, dass die Freaks so lange ausgezeichnet hat (“Ich bin gekommen, ein Feuer auf die Erde zu bringen, wie sehr wollte ich, dass es schon brennen würde”  Lukas 12,49). Günstigerweise gab es grade Streichholzschachteln, wo dieser Vers aufgedruckt war. Ich ging schnell nach hinten, um mir einen Stapel davon zu besorgen und warf sie als prophetische Handlung in die Menge. Diese Gebetszeit (die Ministryleute sollten ausdrücklich nicht für andere beten und selber empfangen) war die genialste Zeit auf dem Willo. Endlich war dieses Feuer und die Leidenschaft der Jesus Freaks wieder da. Beim rausgehen sagte ich zu Martin: “Die Jesus Freaks sind wieder da. Aber da geht noch einiges mehr!

In den anderen Zeugnissen ging es einmal darum, wie Gott den Traum von einem Haus für gemeinsames Wohnen schneller wahr gemacht hat als gedacht, Saša aus der Tschechien erzählte einerseits von den Höhen einer tollen Jugenderweckung und einer neuen Bibelübersetzung, die in seinem atheistischen Land wie eine Bombe eingeschlagen ist. Aber vor allem auch von den vielen Tiefen und Durststrecken und wie er dennoch an Gott dran geblieben ist. Sehr beeindruckend.

Daggi predigte am Freitag Vormittag in der „Transit“ Session über Warteräume. Es ging über die verschiedenen Reaktionen auf Wartezeiten. Es war sehr schön, sie mal wieder predigen zu hören. Aber vor allem tat es mir gut, mal einen ganz anderen Blickwinkel zu bekommen, weil das bei mir immer wieder Thema ist – vor allem jetzt, wo ich nicht weiß wie es weitergeht. Es ist gut zu wissen, dass es einmal Situationen gibt, an denen wir einfach nichts ändern können (wir somit auch nichts tun müssen, um den Zustand zu beenden), aber dass wir auch wissen dürfen, dass es eine höhere Macht (Gott) gibt, die auch über diesen Umständen steht und auf deren Hilfe wir vertrauen dürfen.

Ferry sprach am letzten Tag davon wie wichtig die Zeiten am Boden sind („Crew Lounge“), das sie letztendlich wichtiger als alle Höhenflüge sind. Wie qualitativ die Zeiten am Boden sind, wie sehr ich in die Stille und Ruhe mit Gott gehe, wie ich mich heilen lassen, bestimmen über meinen erfolgreichen Lauf!

An den Nachmittagen habe ich mich meistens rausgehalten, weil mir das Programm einfach zu voll war. Gut dass es dort intensive Zeiten gab, wo ich mich mit Leuten austauschen konnte, die ich lange nicht gesehen und gehört hatte.

Der Prophetiepool
Freitag Abend hatten wir nach der Abendveranstaltung noch ein Treffen mit dem Prohetiepool. Es ging um die Frage, wie es mit dem Pool weitergehen sollte. Es stand die Frage im Raum, ob ich als Leiter für den Pool eingesetzt werden würde. Im Vorfeld gab es da einige Unklarheiten und Mißverständnisse. Letztendlich wurde ich mit großer Übereinstimmung als Leiter eingesetzt, Mario S. und Sylvie S werden mich organisatorisch unterstützen. Etwas ernüchternd fand ich, dass kaum einer Kapazitäten für weitere Treffen hat. Eigentlich sehe ich ein sehr großes Bedürfnis für grundlegende Lehre, Training und Anleitung für die Praxis. Würde eigentlich gerne ein Grundlagenseminar über mehrere Wochenenden anbieten. Wir werden aber zunächst einfach die D-Treffen des Leiterkreises im Gebet unterstützen und im Herbst ein Gebetswochenende anpeilen.

Ich war sehr begeistert, dass so viele Kinder da waren (ich muss wirklich schauen, wie ich meinen Prophetie Workshop für Kinder auf dem Freakstock auf die Reihe bekomme – will mir jemand helfen?), aber auch etliche Teenies. Und man hat auch sehr gemerkt, dass die Bewegung langsam alt wird, wenn man sich so manche Haarpracht angeschaut hat. Insgesamt ein wirklich cooles Wochenende, was Geschmack auf mehr gemacht hat. Es ist so toll zu den Jesus Freaks zu gehören. Lange Zeit habe ich das nicht mit ganz so starker Überzeugung sagen können. Jesus Freaks rock on! Durchstarten!

Wenn du Angst hast, dann verwirf sie jetzt! Warum sollst du scheitern? Du wurdest darauf angesetzt, den Himmel um die Erde zu erweitern…

Tags: , ,

2 Antworten

  1. sehr guter Tipp, das HD in den Videos auszuschalten. Diesmal hats gut geklappt und sich nicht ständig aufgehängt. (außer, Du hast den Film diesmal anders gemacht als sonst…)

    Übrigens auch ne schöne Willozusammenfassung.
    Was meinst Du da mit dem Kinderprophetiewörkshopp?
    Was hast Du vor?

  2. Jocky sagt:

    Das Video habe ich diesmal sogar in noch größerer HD Auflösung hochgeladen. Danke für das Feedback, so bekomm ich mit, was die Leute bewegt und äh wo es hängt 🙂

    Prophetie für Kinder: Als letztes Jahr die erste DKB Ausgabe nach dem Freakstock herauskam, gab es da die erste Kinderseite. Dort haben die sich beschwert, dass es auf dem Festival so wenig Workshops für Kinder gibt. Und da hatte ich den Eindruck, dass ich einen Prophetieworkshop für Kinder anbieten soll.
    Witzigerweise spricht Gott grade sehr viel über Kinder. Er hat grade einiges mit ihnen vor.

    Von Arbeit mit Kindern habe ich aber nicht soviel Ahnung, deswegen hatte ich jemand angefragt. Die mir aber auf dem Willo abgesagt hat. Und ich würde den Workshop ungern allein machen, deswegen suche ich da noch jemand, der mich da ergänzt.

    Klar soweit?

Hinterlasse eine Antwort