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My Silent Wake: IV Et Lux Perpetua

Gepostet von Jocky um 21:28


Noch nie ist mir ein Blogeintrag so schwer gefallen wie dieser. Günstigerweise konnte ich eine Promocd von “IV Et Lux Perpetua”, dem vierten Album von My Silent Wake, ergattern. Ich habe das Versprechen abgegeben, eine Rezension auf meinem Blog zu schreiben und mich bisher davor gedrückt. Ich weiß auch nicht warum, vielleicht weil jetzt der Druck auf mir lastet, etwas zu schreiben was einem geschenktem Longplayer gerecht wird.

Da gestern der Geburtstag von Sänger Ian Arkley war, habe ich mich endlich dazu aufgerafft. Wenn dieser Name fällt, dürften Kenner aufhorchen. In der christlichen Szene kennt man ihn von diversen Bands: die neuformierten Seventh Angel, Ashen Mortality und Parameicum… Nun könnte man meinen, dass auch “My Silent Wake” eine christliche Band wäre. Aber Ian Arkley hat inzwischen dem Glauben abgeschworen. Das nur vorweg, ohne jegliche Wertung.

Aber wie ist nun das Album selber? Die christlichen Ursprünge lassen sich nicht leugnen. Textlich bewegt man sich immer noch im geistlichen Bereich. Die Fragen nach Ewigkeit, Tod und Traurigkeit kommen sehr oft vor. So wundert es auch nicht, wenn man die Band stilistisch im Doommetal und Gothicbereich einordnen könnte. Daher ist die Musik von der Stimmung eher düster- melancholisch. Wem das gefällt, der darf gerne weiterlesen. Auch wenn mir nicht alle Stücke gefallen, so höre ich die Platte doch sehr gerne. Ich mag die Abwechslung von schwerfälligen, melancholischen Parts und dann wieder die vorwärtsgetriebenen Gitarren, die so richtig abgehen. Das Growling von Ian Arkley, abgewechselt von der engelsgleichen sanften Stimme von Freundin Kate. Die ruhigen, klassischen Parts kombiniert mit schrägen E-Gitarren. Es gibt herrliche Gitarrenriffs und -soli (Bleak Endless Winter). Und dann die eher schwerfälligen, melancholischen Stücke wie Father, die ihren ganz eigenen Charme haben.

Das letzte Lied des Albums ist aber mein absoluter Favorit. Journey’s End fällt stilistisch etwas heraus, weil es völlig anders gestrickt ist. Die fast fröhliche Abgehnummer rockt richtig und lädt zum Tanzen ein. Absoluter Anspieltipp!

Insgesamt ein wirklich empfehlenswertes Album für Leute, die raue, doomige und schwerfällige Musik mögen.
Zum Schluss noch ein paar Links:
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