Mit ‘Sünde’ getaggte Artikel

Prophetische Kunst: Gerechtfertigt durch Sein Blut

Gepostet von Jocky um 23:35


Beim Lobpreis neulich im Gottesdienst, ging mir immer wieder dieser Stelle aus Jesaja durch den Kopf:

“So kommt denn und lasst uns miteinander rechten, spricht der HERR. Wenn eure Sünde auch blutrot ist, soll sie doch schneeweiß werden, und wenn sie rot ist wie Purpur, soll sie doch wie Wolle werden.” Jesaja 1, 18

Wenn wir uns mit Gott auf einen Rechtsstreit einlassen wollen, ziehen wir immer den Kürzeren. Wir können nichts dazu beitragen um vor Gott im rechten Licht dazustehen, wir können für unsere Gerechtigkeit nichts dazu beitragen. Wir haben alle Dreck am Stecken, sind total unrein aus uns heraus. Unsere Sünde ist rot wie Blut, total dreckig.

Aber durch das Blut, das Jesus, das Lamm Gottes, für uns vergossen hat, dürfen wir rein und weiß wie Schnee und Wolle sein. Gerechtfertigt allein aus Gnade, als Geschenk. Sein Blut wäscht uns rein, jetzt dürfen wir porentief rein sein. Was für ein Geschenk!

Suende_blutrot_schneeweiss
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Die unsichtbare Last

Gepostet von Jocky um 14:49


Gestern Nacht lag ich noch eine Weile wach und grübelte über verschiedene Erlebnisse nach. Da kam mir auf einmal diese Geschichte. Während ich so dalag entfaltete sie sich vor meinen Augen. Also stand ich auf, um sie gleich niederzuschreiben, bevor wichtige Details verloren gingen…

Es war einmal ein sehr alter Mann, der trug einen großen Korb voller Steine auf seinem Rücken. Nur hatte er das über die Jahre vergessen und wunderte sich dauernd, warum er sich so mühsam durchs Leben schleppte.

Als er jung war, war der Korb noch leicht und hatte nur wenige Steine. Bereitwillig nahm er es in Kauf, wenn Leute ihm Steine hineinwarfen, wenn er sich mal wieder einen Spaß erlaubt hatte. So nannte er es zumindest, wenn er sich auf Kosten anderer amüsierte. Es war fast schon auf diese Steine aus, zeigte es ihm doch, dass etwas Besonderes passierte. Alles andere war ja langweilig. Und was kümmerten ihn schon diese Steine? Schließlich war er noch jung und konnte er doch damit auch seine schier unbändige Kraft beweisen.

Es passierte öfter, dass irgendwelche Memmen (so nannte er sie verächtlich) auf ihn zukamen, die ihm von ihrem Freund erzählten, der ihnen gerne ihre Steine abnehmen wollte. Für jeden der das tat, würde er eigene kleine Steinhäuser weit oben in den Bergen bauen, wo die Aussicht besonders schön sein sollte. Gerüchten zufolge sollte dieser Freund sogar unter der Last all der Steine tot zusammen gebrochen sein. „Wie sollte er dann aber Steinhäuser bauen können? Alles Ammenmärchen für Weicheier wie diese“, schnaubte er spottend.

So war er froh, dass er eines Tages auf eine Gruppe von Leuten stieß, die ihm erzählten dass die Steine in dem Korb auf seinem Rücken nur Erfindungen dieser Memmen waren, damit man ihnen die Geschichten von dem Steinhausbauer in den Bergen glauben würde. Einer von ihnen hatte sogar so etwas wie einen Zauberstab, den dieser über dem Korb auf seinem Rücken schwang. Und tatsächlich war auf einmal auch nichts mehr davon zu sehen! Wie fühlte er sich da erleichtert, dass er sich über die Steine keine Gedanken mehr machen brauchte. Die Welt lag ihm zu Füßen. Er konnte tun und lassen, was er wollte!

Die Jahre vergingen und unser Mann lebte sorglos weiter. Er nahm das Leben wie es kam. Ob er weitere Steine auf seinem Rücken sammelte, interessierte ihn reichlich wenig, er sah sie ja auch nicht mehr. Doch irgendwann merkte er, wie er langsam das Alter spürte. Er kam auch in immer höhere Regionen seines Landes und er merkte, wie der Weg langsam aber sicher auch immer steiler wurde. Er realisierte, dass er auch immer weniger zum Leben brauchte. Deshalb wunderte er sich, warum es immer noch so beschwerlich war, hatte er sich doch längst allen nutzlosen Dingen entsagt. Er war auch gar nicht mehr fähig, überflüssige Dinge mit sich zu tragen. Der Anstieg war einfach zu schwer. Konnte das wirklich schon die Bürde des Alters sein? (mehr …)