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Heilung: Geniale Trainingszeit mit Chris Gore in München

Gepostet von Jocky um 15:16


Gestern war ich auf zwei Veranstaltungen, die mich wirklich sehr ermutigt haben. Zwei Gemeinden luden zu diesem Event ein: Jesus der Weg (Veranstaltungsort) und das Evangeliumszentrum. Sprecher war Chris Gore, Leiter der Heilungsräume der Bethel Church in Redding, Kalifornien/ USA. Die Gemeinde ist mir an sich schon ein Begriff, aber ich mich noch nicht tiefer mit ihr beschäftigt. So kannte ich den Redner auch gar nicht.

Montag Abend ging es hier schon los, aber da hatten wir Gebetsteam in der Gemeinde. Aber an dem Training am Dienstag vormittag konnte ich teilnehmen.

Die Lobpreiszeiten waren schon mal sehr cool. Die Lehreinheiten fand ich aber sehr besonders, weil ein ganz anderer Schwerpunkt als sonst in solchen Seminaren gelegt wurde. Chris hat viel mehr ein Fundament gelegt, dass die Voraussetzungen geschaffen hat, damit wir überhaupt für Heilung beten können. Oft würden wir eben aus unserer Erfahrung heraus für Kranke beten und lassen davon unsere Theologie bestimmen. Wir sind es gewohnt, dass die Gemeinde kraftlos ist und dass nach sich nach einem Heilungsgebet oft nichts verändert hat. Und mit dieser Erwartung gehen wir dann auch in solche Gebetszeiten… oder lassen es gleich bleiben.

Ein Schwerpunkt war Chris (der mich übrigens an einen ehemaligen Mitbewohner erinnert hat) wichtig, auch wenn es unangenehm wäre, darüber zu reden. Er sprach davon, dass wir es nicht zulassen dürfen, dass Enttäuschung und Verlust uns die frucht für morgen raubt. Wenn wir zulassen, dass Enttäuschung zwischen uns und Gott kommt, raubt es uns die Frucht. Wir müssen unser Recht aufgeben, alles verstehen zu wollen. Wir dürfen nicht Gott hassen, sondern den Feind (auf den wir uns aber auch nicht konzentrieren, zuviel Aufmerksamkeit hat der gar nicht verdient).

Es ist wichtig, immer wieder unsere Enttäuschung und Verlust am Fuß des Kreuzes niederzulegen. Uns immer wieder vergegenwärtigen, dass Gott gut ist und uns bedingungslos liebt. Es ist ein Unterschied, ob ich weiß, dass gott mich liebt oder ob ich es auch tatsächlich glaube! Dazu hatte er ein Bild von Jesus mitgebracht, wo Jesus uns anlächelt und den Daumen ermutigend hochhält.

Auch Jesus hat Verlust und Enttäuschung erlebt. Es hat ihn sicherlich sehr mitgenommen, als er erfahren hat, dass sein Freund Johannes der Täufer enthauptet wurde. Jesus hat die Einsamkeit mit seinem Vater gesucht. Aber die Menschenmenge drängte ihm nach und ließ ihm keine Ruhe. Jesus diente ihnen und ging weiter und hat Wunder getan. Erst viel später konnte er die Stille und das Gespräch mit seinem Vater finden. Und dann ist er weiter im Übernatürlichen gegangen.

Chris Gore hat sehr drastisch von Verlust in seinem eigenen Leben erzählt: Seine Tochter hat eine heftige Rückenkrankheit, für die sie natürlich auch sehr intensiv Heilung gesucht haben. Irgendwann musste sie operiert werden. Über 10 Stunden, sie hingen sie kopfüber, damit ihre Wirbelsäule dabei grade war. Sie hat 5mal ihr komplettes Blut verloren, was sie aufgesammelt haben und wieder in sie reingepumpt haben. Sehr schmerzhaft. Und kurz drauf ist er auf Einsatz, wo er genau diese Krankheit nach vorne ruft. 3 Frauen kommen nach vorne, eine im Alter seiner Tochter. Er hätte sagen können, es soll jemand anders beten. Aber er hat es gemacht. Es hat geknackt, alle drei sofort geheilt!

Die Bibel spricht davon, dass Gott Frieden gibt, der alles Verstehen übersteigt. Frieden kommt, wenn wir unser Recht aufgeben verstehen zu wollen. Alle Enttäuschung und intellektuelle Beleidigung am Kreuz ablegen!

Wir dienen nicht, um geliebt zu werden. Wir dienen aus Liebe heraus, säe eine Saat. Es ist egal, wie sie reagieren, egal ob sie geheilt werden: wir haben bereits eine Saat der Liebe gesät. Und diese Saat wird Frucht bringen.
Jesus hat uns den Auftrag gegeben, Kranke zu heilen. Deswegen geben wir ihm auch nicht den Auftrag zurück. Wir beten auch nicht zum Himmel, sondern vom Himmel herab. Denn wir sind versetzt an himmlische Orte (Eph 2). Wir beten aus dem Überfluß heraus, nicht aus Mangel. Wir brauchen deshalb keine langen Gebete sprechen. Vertrauen, dass Er es tut. Jesus ist der Heiler. Ich kann keine Menschen heilen, aber darauf vertrauen, dass er in mir ist und es durch mich tut.

In Jesus sind wir die Gerechtigkeit. Er hat uns gerecht gemacht. Wir sind keine Sünder mehr! Wenn ich immer noch glaube, dass ich ein armer Sünder bin, werde ich im “Glauben” sündigen. Wer mit sünde kämpft, weiß nicht dass er tot ist, der Sünde gestorben ist (heftig!).

Dieser Input von Chris hat mich sehr bewegt. Ich weiß genau, dass Enttäuschung und Verlust mich stark daran hindern wollen, tiefer mit Gott zu gehen. Dass sie mich daran hindern zu glauben, dass Gott es gut meint. Meine Erfahrung will mir ausreden, dass Gott alle Kranken heilt, obwohl viele Schriftstellen davon sprechen. Mein Recht alles verstehen zu wollen, macht sich lautstark bemerkbar. Ich bin noch nicht ganz dahinter gestiegen, dass ich wirklich der Sünde gestorben bin.

Am Ende der Morgensession hat er noch für jeden Einzelnen, der da war gebetet. Sie kurz freigesetzt, symbolisch Öl auf die “pfingstliche Flamme” 🙂 von jedem gegossen. Sehr cool, keiner wollte gehen.

Hinterher wurde noch zu Weißwurst und sonstigen Würsten eingeladen. War ne cool Gemeinschaft.

Abends waren dann natürlich etliche mehr da (aber es hätten auch viel mehr da sein können, manchmal fragt man sich schon, wo die Leute alle sind, die von sich behaupten, dass sie sich nach dem Übernatürlichen ausstrecken. Wie groß ist der Hunger wirklich?). Lobpreis war wieder cool, sehr leidenschaftlich. Diesmal mit kompletter Band, die wirklich gerockt hat. Bevor Chris mit seiner Lehre begonnen hat, holte er sein Team nach vorne, die prophetische Eindrücke für konkrete, einzelne Leute hatten (da wär ich natürlich auch gleich mit eingestiegen).

An diesem Abend beschäftigte sich Chris sehr stark mit dem Unterschied von Gnade und Gesetz. Er sprach davon, dass uns die ganze Schrift zum Nutzen gegeben sein, aber dass nicht alles zu uns spricht und für uns gedacht sei. Wir müssen unterscheiden mit wem Jesus gesprochen hat und wie die Leute zu ihm gekommen sind. Unter der Gnade oder unter dem Gesetz. Deshalb müssen wir dann auch dementsprechend die Antworten von Jesus verstehen (großer Aha Effekt). Das Gesetz ist nie zufrieden. Je mehr wir versuchen, das Gesetz zu erfüllen, desto mehr werden wir in Sünde verstrickt. Das Gesetz wurde uns gegeben, damit wir erkennen, dass wir es aus eigener ‘Kraft nicht schaffen, dass wir einen Retter brauchen!

Der reiche Jüngling kam unter dem Gesetz zu Jesus und fragte ihn, was er tun müsse. So antwortete ihm Jesus auch aus dem Gesetz heraus. Das und das musst du tun… und verkaufe alles was du hast. Zachäus wollte nur Jesus sehen, er suchte Gnade. Aus Gnade heraus gab er freiwillig die Hälfte seines Besitzes (also wesentlich weniger als unter dem Gesetz!)

Christen wollen sich Gunst verdienen: “Ich muss für alles arbeiten!” Aber Gnade ist ein freies Geschenk von Gott, wir müssen lernen von Gott zu empfangen. Chris sprach sich nicht gegen harte Arbeit aus. Aber das tun wir aus Gnade heraus, nicht um etwas zu verdienen. Wir sind unter einem neuen Bund, wir sind frei. Das Gesetz fordert, aber Gnade befähigt.

Wir glauben oft, dass wir eine Leistung bringen müssen, damit Gott uns heilt. Jesus ging in seinen Dienst mit dem Bewusstsein seiner Identität, was der Vater ihm bei der Taufe sagte: “Du bist mein Geliebter Sohn, an dem ich meinen Gefallen habe!” Als der Teufel ihn versuchte, ließ er dieses eine Wort aus. Er wollte nicht, dass er wusste, dass er geliebt ist. Und das probiert er auch bei uns.
Wenn wir der Wahrheit nicht glauben, hilft sie uns nicht.

Jesus wird unter dem Gesetz gefragt, was das erste Gebot ist. Er antwortet: Das größte Gesetz ist: Du sollst Gott lieben… Er zeigt damit eigentlich, es ist unmöglich! Die vollkommene Liebe ist, dass ER uns liebt von ganzem herzen, mit ganzer Seele, mit ganzem Verstand! Wenn wir das erkennen, dann ist die Frucht, dass wir genauso Gott lieben können! Wow!

Der Jünger Johannes (Yeah!) hat ein Geheimnis erkannt, dass die andern offensichtlich noch nicht erkannt hatten: die Liebe Gottes! Er war der Jünger, den Jesus liebte. Petrus (der Fels – steht für das Gesetz) erklärt wie sehr er Jesus liebt, dass er ihn nie im Stich lassen würde. Und scheitert dabei und leugnet 3mal, dass er Jesus überhaupt erkennt. Johannes (Gnade) weiß wie sehr Jesus ihn liebt. Er scheitert auch, aber er schafft es aus Verdammnis und Depression heraus zu kommen und ist am Ende bei Jesus am Kreuz.

Interessante Beobachtung: als Jesus bei der samaritischen Frau am Brunnen war. Die Jünger gingen was zu Essen holen, Jesus hat ganz offensichtlich nichts zu essen bekommen. Dennoch sagt er dass er nichts braucht. Weil die Frau von seinem lebendigen Wasser getrunken hat, also von ihm empfangen hat, wurde er gesättigt. Folglich wenn wir von Jesus empfangen, dann wird er dadurch satt. Also mutner zu Jesus und von ihm trinken, weil ihn das sättigt!

Durch einige Worte der Erkenntnis wurden dann diverse Krankheiten aufgerufen, wodurch dann sehr viele Leute standen. Zu all diesen Erkrankten sollten dann Leute gehen, um für sie zu beten. Chris leitete uns dann darin an, wie wir kurz vom Himmel her beten konnten. Bei meinen Augen hat sich leider keine Änderung feststellen lassen. Aber es haben sich 18 Leute gemeldet, die eine spürbare, sichtbare Veränderung feststellen konnten! Wow.

Im Anschluß kam ein alter Freund zu mir, der früher in München gewohnt hat und grade beruflich hier war. Er nutzte die Gelegenheit, um hier vorbeizukommen. Wir haben uns gut unterhalten und sind schließlich gemeinsam mit der U-Bahn gefahren. Das war sehr cool.

Hier noch ein kleines Video, das ich gefunden habe. So könnt ihr Chris auch kennenlernen. Er ist noch ne Weile in Deutschland unterwegs.
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Eine Antwort

  1. Karl Hüsing sagt:

    Hallo Jocky,
    hab gerade nach Chris Gore gegoogelt, weil ich am ihn am 08.09. in Gwatt kennenlernen will und habe Deinen Artikel über ihn gelesen. Dies ist ein guter Einstieg, um mit ihm in Kontakt zu kommen.
    Danke dafür.
    Segensgrüße
    Karl Hüsing

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