Mit ‘Bücher’ getaggte Artikel

Aus tiefstem Abgrund

Gepostet von Jocky um 16:49

“Jesus-Freak: Leben zwischen Kiez, Koks und Kirche“
Martin Dreyer, 2012, Pattloch/ Volxbibel Verlag

Die Autobiografie Martin Dreyers ist sein bisher intimstes Buch. Er startet mit dem absoluten Tiefpunkt durch: Überdosis Drogen. Pflegefall auf Lebenszeit? Wie kam es dazu?

Martin rollt sein Leben auf: Vorstadtpunker, erste Drogenerfahrungen, schlechte Zensuren in der Schule. Dann die wunderbare Bekehrung, sofort drogenfrei ohne Entzug. Ausführlich schildert er die Entstehung der Jesus Freaks. Wer das Buch von M. Ackermann gelesen hat, erfährt trotzdem Neues, da Martin ganz andere Schwerpunkte und Akzente setzt. Wahl zum „Christ des Jahres“.

Doch er ist dem Burn Out nahe, gönnt sich kaum eine Pause, erliegt wieder der Verlockung von Drogen, seine Ehe scheitert, rutscht tiefer in die Drogenfalle, unglückliche Abhängigkeiten von einer Frau… bis zum großen Knall – Überdosis. Großer Aufschrei, tiefe Verletzungen durch die Freaks. Martin ist am Ende. Gibt es ein Entrinnen für den Loser des Jahres?

Er findet eine treue Beterin, die schließlich seine geliebte Ehefrau wird und einen Mentor, mit dem er alle Altlasten im Gebet zu Jesus bringt. Das Wunder geschieht, Martin bekommt wieder Hoffnung, beendet sein Studium mit Glanzleistung und geht wieder richtig für Jesus ab. Die Volxbibel ist ein weiterer großer Meilenstein. Er hat aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt und ist ein gern gesehener Sprecher.

Das Buch liest sich sehr flüssig, die einzelnen Lebensabschnitte sind mit prägnanten Episoden illustriert. Es berührt mich sehr, wie offen Martin über seine Abgründe spricht. Es erstaunt mich, wie leicht er für Drogen anfällig war. Aber die Geschichte beweist, dass Jesus einen Menschen aus dem tiefsten Abgrund herausholen kann, dass man für Ihn richtig große Sachen machen kann auch mit so einer verkorksten Vergangenheit. Grade durch seine Offenheit, weiß man um die Abgründe Martins, dafür ist die Veränderung umso großartiger. Pflichtlektüre für jeden Jesus Freak!

Herrliche Geschichten vom gefährlichen Königreich

Gepostet von Jocky um 01:43


Heute möchte ich über ein wirklich empfehlenswertes Buch schreiben. Der Sammelband “Geschichten aus dem gefährlichen Königreich” von J.R.R. Tolkien enthält etliche kürzere Geschichten und Gedichte, die zwar schon längst bekannt waren, aber nun zusammen veröffentlicht wurden. Das besondere an diesem herrlichen Buch ist, das es von meinem Lieblingstolkienkünstler Alan Lee illustriert ist. Nicht nur das Cover, sondern auch jede einzelne Episode hat eine eigene Bleistiftzeichnung. Allein deswegen würde sich schon eine Anschaffung lohnen.

Einzelne Werke kannte ich schon von anderen Veröffentlichungen, andere waren mir vollkommen neu (Roverandom, Schmidt aus Grozholzingen), obwohl ich wusste, dass es die Geschichten gibt. Die Gedichtesammlung, die unter dem Namen Die Abenteuer des Tom Bombadil bereits veröffentlicht wurden, hatte ich sogar schon als kleines Bändchen. Außer dem genialen “Kommt erst der Winter wieder her” kann ich mit der Lyrik nichts anfangen. Ich komm einfach in das Versmaß nicht rein (sieht vielleicht im englischen Original anders aus). Durch die Gedichte habe ich mich eher durchgequält.

Der Rest ist aber pures Lesevergnügen. Hier wird wieder einmal deutlich, was für ein begnadeter Schreiber Tolkien war. Er versteht es mit großem Charme einfache Geschichten zu erzählen, die dann aber einen großen Zauber entfalten. (mehr …)

Comics: Coole Graphic Novel “Pjöngjang”

Gepostet von Jocky um 02:02


Heute möchte ich euch ein ganz besonderes Buch vorstellen: die Graphic Novel (Comicroman) “Pjöngjang” von Guy Delisle.

Es ist nicht nur deshalb besonders, weil es komplett in Schwarz/ weiß gehalten ist und so eine Atmosphäre von Bleistiftzeichnungen hat, auch nicht weil Strich und Erzählweise einen ganz besonderen Charme haben oder deshalb, weil sich dahinter eine wahre Geschichte verbindet.

Nein, sondern weil es von einem Land handelt, über das hierzulande kaum einer etwas weiß. Das ist auch nicht weiter verwunderlich, denn es handelt sich um eine Geschichte aus Nordkorea. (mehr …)

Der glückliche Fürbitter

Gepostet von Jocky um 23:55


Heute will ich euch mal ein Buch vorstellen, das mich ziemlich begeistert hat: Der glückliche Fürbitter von Beni Johnson. Ich beschäftige mich ja schon sehr lange mit dem Thema Gebet, da gibt es nicht mehr viel Neues herauszufinden. Umso erfreulicher, dass es in diesem erfrischenden Werk ein paar wirklich neue Anregungen gab!

Gleich am Anfang schreibt sie, dass sie gar nicht begeistert war, als über jemand prophezeit hat, dass sie ne Fürbitterin wäre. Das wollte sie auf gar keinen Fall werden, denn die Beter die sie kannte, waren sehr griesgrämige Leute. Ich dachte mir dabei, zum Glück bin ich nicht so, mir macht Beten Spaß.

Als ich aber weiterlas, merkte ich dass ich das Thema an einigen Stellen doch sehr Ernst nahm, es als Bürde sah, unter gewissen Gebetslasten stöhnte. Was ist wenn ich ein Thema nicht genug durchgebetet habe? Wenn ich nicht bete, dann passieren schlimme Sachen…

Das Erfrischende an diesem Buch ist, dass es Beni schafft dem Leser zu vermitteln, dass Beten wirklich eine Freude sein kann. Sie führt einige Fallen auf, in die wir als Beter tappen können. Zeigt aber eine wunderbare Perspektive auf, wie es anders sein kann.

Sie lädt uns dazu ein, unser Gebet vom dritten Himmel aus zu gestalten. Also aus der Perspektive Gottes. Wenn wir beten, dürfen wir aus dem Sieg Jesu heraus agieren. Er hat bereits überwunden, sich der Probleme angenommen, will uns seinen Blick der Dinge geben. Oft genug bleiben wir im zweiten Himmel hängen, wo uns der Teufel all die schlimmen Dinge zeigt und wir brechen unter der Last der Probleme fast zusammen. Einige Christen erleben es beim Beten, dass sie regelrecht mit einem Thema schwanger gehen, es zur Geburt bringen. Mir ist das auch sehr bekannt, habe es schon öfter erlebt. Aber Beni brachte ne neue Sicht hinein, dass Gott auch zeigen will, wann es gut ist. Es ist gut, die Dinge immer wieder an Gott abzugeben.

Es macht einfach Spaß dieses Buch zu lesen, sie bringt frischen Wind in das Thema hinein, illustriert sehr lebhaft mit etlichen praktischen Beispielen. Sie erzählt einige Episoden, wie sie Leute aus ihrer Gebetsschule mit auf Einsätze genommen hat. Eine Teilnehmerin erzählt begeistert, als sie in einem buddhistischen Tempel beteten: “Ich sehe überall die Dämonen. Aber das Beten ist total einfach!”

Fazit: Sehr empfehlenswertes Buch, was ich Anfängern und alten Hasen wärmstens Empfehlen kann!

Wer es noch nicht mitbekommen hat: Beni ist die Frau des berühmten Pastors der Bethel Church in Redding, California. Sie hat auch eine wirklich coole Webseite.
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